Die Freiheit, die wir meinen

Eva Barto
Tyler Coburn
Marie Cool Fabio Balducci
Inga Danysz
Adriana Lara

23.11.2019–02.02.2020
Eröffnung: 22.11.2019, 19:00

Der Kunstverein Bielefeld freut sich, Die Freiheit, die wir meinen zu präsentieren und damit die künstlerischen Positionen von Eva Barto (*1987, Nantes, Frankreich, lebt und arbeitet in Paris, Frankreich), Tyler Coburn (*1983 in New York, USA, lebt und arbeitet in New York, USA), Marie Cool Fabio Balducci (*1961 Valenciennes, Frankreich, und 1964 in Ostra, Italien, leben und arbeiten in Paris, Frankreich, und Pergola, Italien), Inga Danysz (*1990 in Warschau, Polen, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) und Adriana Lara (*1978 in Mexiko-Stadt, Mexiko, lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt, Mexiko). Die Ausstellung widmet sich der Figur der Freiheit und den Voraussetzungen unseres gegenwärtigen Freiheitsverständnisses.

Seit Beginn der Moderne ist die Idee des Ästhetischen mit dem libertären Ideal eines freien und glücklichen Lebens verknüpft. Sie basiert auf der Forderung nach Autonomie und Selbstbestimmung, die sich an der Kritik an den Lebensformen der frühen industriellen Gesellschaft im neuzehnten Jahrhundert entzündete. War der Einsatz für Freiheit und individuelle Selbstverwirklichung zunächst auf künstlerische und intellektuelle Kreise beschränkt, fand die Künstlerkritik mit den 1968er-Protestbewegungen gesellschaftliche Verbreitung. Heute steht die Kritik der Gesellschaft vor einer grundlegend veränderten Situation. Die Forderung nach Freiheit, Autonomie und Kreativität ist zur Bedingung einer neuen Arbeits- und Lebensphilosophie und damit zur Grundlage eines Modells der Wertschöpfung geworden, das Kompetenz nach individuellen Eigenschaften und performativen Fähigkeiten bemisst. Wenn aber künstlerische Prozesse der Produktivität gesellschaftlicher Reproduktionsprozesse zum Vorbild dienen, dann stellt sich die Frage, ob das Ästhetische noch als kulturelle Gegenfigur ausgemacht werden kann. Wie steht es um das Selbstverständnis der Künste, zur Partei der Kritik und der Emanzipation zu gehören? Was bedeutet der veränderte Freiheitsbegriff für die gegenwärtige künstlerische Produktion?

KUNSTVEREIN BIELEFELD
Welle 61
33602 Bielefeld

Do, Fr 15:00–19:00
Sa, So 12:00–20:00
Feiertags 12:00–19:00

T +49 (0) 521.17 88 06
F +49 (0) 521.17 88 10
kontakt@kunstverein-bielefeld.de

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Die aus mehreren Elementen bestehende Installation "Sistemo en tiempo real" der Künstlerin Adriana Lara ist eine vierteilige Collagenserie, deren Rahmung das Bildmotiv so durchkreuzt, dass eine Zeitangabe visualiert wird. Der Faktor Zeit als Maßstab von Produktivität wird in dieser Arbeit erfahrbar, indem die vier Collagen über die Dauer der Ausstellung ihre Position wechseln und so immer wieder veränderte Zeitpunkte manifestieren.

Adriana Lara, STR (Sistema en tiempo real), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Die aus mehreren Elementen bestehende Installation "Sistemo en tiempo real" der Künstlerin Adriana Lara ist eine vierteilige Collagenserie, deren Rahmung das Bildmotiv so durchkreuzt, dass eine Zeitangabe visualiert wird. Der Faktor Zeit als Maßstab von Produktivität wird in dieser Arbeit erfahrbar, indem die vier Collagen über die Dauer der Ausstellung ihre Position wechseln und so immer wieder veränderte Zeitpunkte manifestieren.

Adriana Lara, STR (Sistema en tiempo real), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Ein Vintageposter mit dem Titel "Cheerios Media" von Adriana Lara, das Kommunikationsmedien des prädigitalen Zeitalters zeigt und die Frage aufwirft, welche Determinierungen mit den heutigen Medien einhergehen.

Adriana Lara, Cheerios Media, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Bei der Arbeit mit dem Titel "The Philanthropist, (version 2, From Gallery Barbara Weiss 25.01.19 to Kunstverein Bielefeld 22.11.2019)" von der Künstlerin Eva Barto, das auf der Fensterbank liegt, handelt es sich um ein per Hand geschriebenes Zertifikat, das den Erhalt von 250 Euro bestätigt. Dieser Betrag wurde von dem ersten Ausstellungsort des Werkes, der Galerie Barbara Weiss, bestimmt und an die Künstlerin gegeben. Jede weitere Institution, die diese Arbeit ausstellt, verrichtet die Summe an den vorangegangenen Ausstellungsort. Potentiell könnte das Werk zu jedem Zeitpunkt an die Künstlerin zurückgehen, was bedeutet, dass der Betrag erstattet und die Zirkulation des Werkes beendet wird. Barto eröffnet mit "The Philanthropist" ein eigenes Distributionssystem, in dem das Verhältnis von Geld Wert aufgebrochen wird, um eine veränderte Narration über Prozesse der Wertzuschreibung zu eröffnen. Eine weitere Arbeit Bartos trägt den Titel "Whistleblowers, Version 2 (GE)". Es handelt sich um eine Funkbake, deren Positionierung im Innen- oder Außenraum sich nach dem jeweils national gültigen Gesetz für Whistleblower richtet. In Deutschland ist im April 2019 ein neues Gesetz in Kraft getreten, das erstmalig regelt, dass Geschäftsgeheimnisse unter bestimmten Bedingungen veröffentlicht werden dürfen, wenn die freie Meinungsäußerung behindert wird. Vom dem Hintergrund des neu definierten Schutzes für Whistleblower ist Bartos Arbeit im Kunstverein Bielefeld im Innenraum positioniert. In immer wieder neuen Kontexten fragt Barto mit diesem Werk nach der Verändertbarkeit der Gestalt von Macht.

Eva Barto, The Philanthropist (version 2, From Gallery Barbara Weiss 25/01/19 to Kunstverein Bielefeld 22/11/19) und Whistleblowers, Version 2 (GE), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Die Arbeit mit dem Titel "Narrenschiff" von Tyler Coburn ist eine Wandinstallation, die die vorherrschende Architektur der Ausstellungsräume durchbricht und in ein Spiel mit Vorder- und Rückseitigkeit eintritt. So zeigt sich erst auf den zweiten Blick ein in die WAnd integrierter Holzschnitt, der das Verhüllen der Augen der Göttin der Gerechtigkeit, Justitia, durch einen Narren zeigt. Es ist die Reproduktion eines Holzschnitts, der mutmaßlich von Albrecht Dürer gefertigt wurde und in dem erstmals 1494 von Sebastian Brant veröffentlichten Buch Narrenschiff als Illustration erscheint. Erst seit dem 16. Jahrhundert wird die Blindheit Justitia als Symbol für Neutralität wahrgenommen. Diese Darstellung, der ersten bekannten Darstellung von Justitia überhaupt, zeigt die Göttin der Gerechtigkeit geblendet von Spott und der Korruption des Gesetzes.

Tyler Coburn, Narrenschiff (Ship of Fools), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Die Arbeit mit dem Titel "Narrenschiff" von Tyler Coburn ist eine Wandinstallation, die die vorherrschende Architektur der Ausstellungsräume durchbricht und in ein Spiel mit Vorder- und Rückseitigkeit eintritt. So zeigt sich erst auf den zweiten Blick ein in die WAnd integrierter Holzschnitt, der das Verhüllen der Augen der Göttin der Gerechtigkeit, Justitia, durch einen Narren zeigt. Es ist die Reproduktion eines Holzschnitts, der mutmaßlich von Albrecht Dürer gefertigt wurde und in dem erstmals 1494 von Sebastian Brant veröffentlichten Buch Narrenschiff als Illustration erscheint. Erst seit dem 16. Jahrhundert wird die Blindheit Justitia als Symbol für Neutralität wahrgenommen. Diese Darstellung, der ersten bekannten Darstellung von Justitia überhaupt, zeigt die Göttin der Gerechtigkeit geblendet von Spott und der Korruption des Gesetzes.

Tyler Coburn, Narrenschiff (Ship of Fools), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Die Arbeit mit dem Titel "Narrenschiff" von Tyler Coburn ist eine Wandinstallation, die die vorherrschende Architektur der Ausstellungsräume durchbricht und in ein Spiel mit Vorder- und Rückseitigkeit eintritt. So zeigt sich erst auf den zweiten Blick ein in die WAnd integrierter Holzschnitt, der das Verhüllen der Augen der Göttin der Gerechtigkeit, Justitia, durch einen Narren zeigt. Es ist die Reproduktion eines Holzschnitts, der mutmaßlich von Albrecht Dürer gefertigt wurde und in dem erstmals 1494 von Sebastian Brant veröffentlichten Buch Narrenschiff als Illustration erscheint. Erst seit dem 16. Jahrhundert wird die Blindheit Justitia als Symbol für Neutralität wahrgenommen. Diese Darstellung, der ersten bekannten Darstellung von Justitia überhaupt, zeigt die Göttin der Gerechtigkeit geblendet von Spott und der Korruption des Gesetzes.

Tyler Coburn, Narrenschiff (Ship of Fools), 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Mit der Arbeit "Remedies for vertigo", die eigens für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen produziert wurde, hat Inga Danysz eine Rauminstallation geschaffen, die sich über mehrere Stockwerke des Kunstvereins erstreckt und sich der gegebenen Architektur widersetzt. Die aus einzelnen Glasrohren bestehende Konstruktion nimmt im Erdgeschoss mit einem trichterförmigen Objekt ihren Ausgangspunkt und durchzieht das Treppenhaus, um in der ersten Etage ihren Endpunkt zu finden. Danysz evoziert damit einen gegen die Schwerkraft gesetzten fluiden Strom, dessen Verlauf immer wieder aufs Neue unterbrochen wird. So taucht unter anderem ein Objekt auf, dessen Form wie ein um die eigene Achse gedrehtes Glasrohr erscheint. Eine weitere Verengung manifestieren die Ansammlungen von Materialien und Resten, die sich innerhalb der Glasrohre befinden.

Inga Danysz, Remedies for vertigo, 2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen haben Marie Cool Fabio Balducci ein Filmprojekt weitergeführt, das sie 2014 gemeinsam mit dem französischen Kunsthistoriker Xavier Douroux begonnen haben. Untitled (broken sequence) zeigt die Abfolge von Sequenzen, in denen die Künstler*innen anhand von minimalen, fast statischen Handlungen Formen evozieren und räumliche Situationen konstituieren. Konfrontiert werden die Innenaufnahmen mit Aufzeichnungen aus dem Außenraum, die von monumentalen Architekturen ausgehen. So verweisen Marie Cool Fabio Balducci anhand von Aufnahmen des fast einen Kilometer langen, von dem Architekten Mario Fiorentino entworfenen Betonwohnkomplexes Corviale, der sich am Standrand von Rom befindet, auf eine gescheiterte Utopie der Postmoderne. Das Motiv der Barriere, das Verharren zwischen zwei Zuständen, der Verweis auf ein sich nicht einlösendes Anderes, ist für Untitled (broken sequence) zentral. Der Film ist bringt die Dialektik von Innen und Außen, Licht und Dunkelheit, Präsenz und Absenz, Autonomie und Kontrolle zu Ausdruck, um nach den Widersprüchen zu fragen, die mit dem aktuellen Begriff von Freiheit einhergehen.

Marie Cool Fabio Balducci, Untitled (broken sequence), Film, begonnen mit Xavier Douroux, anna sanders films, 2014/2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen haben Marie Cool Fabio Balducci ein Filmprojekt weitergeführt, das sie 2014 gemeinsam mit dem französischen Kunsthistoriker Xavier Douroux begonnen haben. Untitled (broken sequence) zeigt die Abfolge von Sequenzen, in denen die Künstler*innen anhand von minimalen, fast statischen Handlungen Formen evozieren und räumliche Situationen konstituieren. Konfrontiert werden die Innenaufnahmen mit Aufzeichnungen aus dem Außenraum, die von monumentalen Architekturen ausgehen. So verweisen Marie Cool Fabio Balducci anhand von Aufnahmen des fast einen Kilometer langen, von dem Architekten Mario Fiorentino entworfenen Betonwohnkomplexes Corviale, der sich am Standrand von Rom befindet, auf eine gescheiterte Utopie der Postmoderne. Das Motiv der Barriere, das Verharren zwischen zwei Zuständen, der Verweis auf ein sich nicht einlösendes Anderes, ist für Untitled (broken sequence) zentral. Der Film ist bringt die Dialektik von Innen und Außen, Licht und Dunkelheit, Präsenz und Absenz, Autonomie und Kontrolle zu Ausdruck, um nach den Widersprüchen zu fragen, die mit dem aktuellen Begriff von Freiheit einhergehen.

Marie Cool Fabio Balducci, Untitled (broken sequence), Film, begonnen mit Xavier Douroux, anna sanders films, 2014/2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen haben Marie Cool Fabio Balducci ein Filmprojekt weitergeführt, das sie 2014 gemeinsam mit dem französischen Kunsthistoriker Xavier Douroux begonnen haben. Untitled (broken sequence) zeigt die Abfolge von Sequenzen, in denen die Künstler*innen anhand von minimalen, fast statischen Handlungen Formen evozieren und räumliche Situationen konstituieren. Konfrontiert werden die Innenaufnahmen mit Aufzeichnungen aus dem Außenraum, die von monumentalen Architekturen ausgehen. So verweisen Marie Cool Fabio Balducci anhand von Aufnahmen des fast einen Kilometer langen, von dem Architekten Mario Fiorentino entworfenen Betonwohnkomplexes Corviale, der sich am Standrand von Rom befindet, auf eine gescheiterte Utopie der Postmoderne. Das Motiv der Barriere, das Verharren zwischen zwei Zuständen, der Verweis auf ein sich nicht einlösendes Anderes, ist für Untitled (broken sequence) zentral. Der Film ist bringt die Dialektik von Innen und Außen, Licht und Dunkelheit, Präsenz und Absenz, Autonomie und Kontrolle zu Ausdruck, um nach den Widersprüchen zu fragen, die mit dem aktuellen Begriff von Freiheit einhergehen.

Marie Cool Fabio Balducci, Untitled (broken sequence), Film, begonnen mit Xavier Douroux, anna sanders films, 2014/2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Für die Ausstellung Die Freiheit, die wir meinen haben Marie Cool Fabio Balducci ein Filmprojekt weitergeführt, das sie 2014 gemeinsam mit dem französischen Kunsthistoriker Xavier Douroux begonnen haben. Untitled (broken sequence) zeigt die Abfolge von Sequenzen, in denen die Künstler*innen anhand von minimalen, fast statischen Handlungen Formen evozieren und räumliche Situationen konstituieren. Konfrontiert werden die Innenaufnahmen mit Aufzeichnungen aus dem Außenraum, die von monumentalen Architekturen ausgehen. So verweisen Marie Cool Fabio Balducci anhand von Aufnahmen des fast einen Kilometer langen, von dem Architekten Mario Fiorentino entworfenen Betonwohnkomplexes Corviale, der sich am Standrand von Rom befindet, auf eine gescheiterte Utopie der Postmoderne. Das Motiv der Barriere, das Verharren zwischen zwei Zuständen, der Verweis auf ein sich nicht einlösendes Anderes, ist für Untitled (broken sequence) zentral. Der Film ist bringt die Dialektik von Innen und Außen, Licht und Dunkelheit, Präsenz und Absenz, Autonomie und Kontrolle zu Ausdruck, um nach den Widersprüchen zu fragen, die mit dem aktuellen Begriff von Freiheit einhergehen.

Marie Cool Fabio Balducci, Untitled (broken sequence), Film, begonnen mit Xavier Douroux, anna sanders films, 2014/2019. Ausstellungsansicht Die Freiheit, die wir meinen, Kunstverein Bielefeld, 2019. Photo: Fred Dott

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Presseinformationen

Termine:

  • 22.11.2019, 19:00

    ERÖFFNUNG - DIE FREIHEIT, DIE WIR MEINEN

  • 23.11.2019, 17:00

    AUSSTELLUNGSGESPRÄCH

    mit Tyler Coburn, Marie Cool Fabio Balducci,
    Inga Danysz und Adriana Lara
    (in englischer Sprache)

  • 23.11.2019, 20:00

    PAZMAKER

    by RED SOCIAL
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit Artists Unlimited
    Ort: August-Schroeder-Str. 1
    33602 Bielefeld

  • 24.11.2019, 17:00

    AUSSTELLUNGSFÜHRUNG

    mit Nadine Droste

  • 07.12.2019, 10:00

    KINDERAKTION

    Workshop mit Klaus Braun
    10:00 - 15:00
    Kostenbeitrag: 15 €
    Um Anmeldung wird gebeten unter
    vermittlung@kunstverein-bielefeld.de

  • 13.01.2020, 18:00

    Die Freiheit der Kunst

    GESPRÄCH zwischen Prof. Dr. Juliane Rebentisch (Philosophie und Ästhetik, HfG Offenbach) und Nadine Droste

  • 19.01.2020, 17:00

    ÖFFENTLICHE KURZVORTRÄGE

    von Studierenden des Studiengangs Bild- und Kunstgeschichte
    der Universität Bielefeld
    im Rahmen der Ausstellung DIE FREIHEIT, DIE WIR MEINEN

  • 25.01.2020, 10:00

    KINDERAKTION

    Workshop mit Klaus Braun
    10:00 - 15:00
    Kostenbeitrag: 15 €
    Um Anmeldung wird gebeten unter
    vermittlung@kunstverein-bielefeld.de

  • 02.02.2020, 17:00

    AUSSTELLUNGSFÜHRUNG

    mit Nadine Droste

Publikationen und Jahresgaben


Die Freiheit, die wir meinen, 2019


Die Freiheit, die wir meinen, 2019

Abbildung des Kunstwerks
Inga Danysz
Hook, 2017/2019

Abbildung des Kunstwerks
Adriana Lara
L'Art de L'Aoccident, 2017/2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (I), 2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (II), 2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (III), 2019